Länderprojekt Talita (Hawassa, Äthiopien)

Quelle: Wikipedia

Fläche: 6.695 km²

Einwohner: 4.66 Mio

BIP/Einwohner: $ 1.310

Projektbeschreibung

Das CDH-Stephanus unterstützt die lokale Organisation „Talita Rise Up“ (TRU) seit 2024. Die Organisation setzt sich in diversen Projekten für hilfsbedürftige Menschen ein.
Gegründet wurde die Organisation mit dem Ziel benachteiligte Mädchen, Waisenkinder und ältere Menschen zu unterstützen.

Umgesetzt wird dieses Ziel heute konkret in fünf Teilprojekten.

  • Baby Home: Aufnahme und Pflege verstoßener Babys und Kleinkinder
  • Safe House: Schutz und Therapie für misshandelte Mädchen und Frauen
  • Essensausgabe: Praktische Versorgung bedürftiger Kinder und Familien
  • Sponsorships: Verschiedene Förderprogramme, um Kreisläufe von Armut und Benachteiligung zu durchbrechen
  • Empowerment: Befähigung von gewillten Menschen, um einen langfristigen Weg aus der Armut zu schaffen

Ziele:

  • Versorgung von Babys und Kleinkindern
  • Medizinische Versorgung
  • Vermittlung in Adoptivfamilien

Leider kommt es in Äthiopien immer wieder vor, dass Mütter sich dazu entscheiden ihre Babys auszusetzen.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Finanzielle Überforderung oder auch Angst vor sozialer Ausgrenzung (bei unverheirateten) sind leider weit verbreitet.

Auch körperliche Fehlbildungen oder Krankheiten treiben Mütter zu dieser Entscheidung.

Gott sei Dank überleben die allermeisten Babys die Aussetzung. Ganz gleich ihrer körperlichen Verfassung werden sie vom Baby Home aufgenommen und liebevoll gepflegt. Aktuell kümmern sich 11 Nannys 24/7 in zwei Schichten um die Kleinen. Da die Babys ausschließlich mit teurer Babynahrung zugefüttert werden, zeichnet sich das Teilprojekt leider auch durch hohe laufende Kosten aus. Für ein Baby werden monatlich rund 100€ für Babynahrung und Windeln benötigt.

Im Baby Home kommen neben Babys auch Kleinkinder unter. Diese finden dort Zuflucht und medizinische Versorgung, bis sie dauerhaft in Adoptivfamilien vermittelt werden können.

Ziele:

  • Seelsorge und Therapie für misshandelte Mädchen und Frauen
  • Medizinische Versorgung
  • Rechtliche Unterstützung vor Gericht

Das Teilprojekt bietet Mädchen und Frauen Zuflucht, nachdem sie Misshandlung und Vergewaltigung durchleben mussten.

TRU hat über die Jahre hunderte Survivor erfolgreich betreut. Die Mädchen und Frauen werden zunächst von ihrem Aggressor entfernt und zu dem gesicherten Safe House gebracht. Dort bekommen sie die dringend benötigte Hilfe für körperliche und seelische Wunden.

In Kooperation mit einer örtlichen Gemeinde und einer christlichen Psychotherapeutin, bekommen die Survivor die Hilfe, welche sie benötigen. Nach rund 18 Monaten gelten die meisten Survivor als austherapiert und können in ihr altes Umfeld zurückkehren und wieder ein möglichst normales Leben führen.

Damit die Survivor wieder in ihre alten Familien und Umfelder zurückkehren können, muss der Aggressor vorher dauerhaft entfernt werden. Daher setzt sich TRU vor Gericht für die Mädchen und Frauen ein. In einem Land, welches von Tradition und Korruption gezeichnet ist, stellt eine gerichtliche Verurteilung und Rechtsprechung eine Besonderheit dar. Sollte eine sichere Rückkehr für die austherapierten Survivor nicht möglich sein, können diese im Girls Group Home betreut werden.

Das Girls Group Home ermöglicht den Mädchen und Frauen ein geschütztes Umfeld. Dort leben sie mit einer Hausmutter zusammen und können sich auf Schule, Ausbildung und Studium konzentrieren, bis sie ein komplett eigenständiges Leben führen können.

Ziele:

  • Austeilung von Lebensmitteln
  • Pädagogische Betreuung
  • Zugang zu Bildung

In verschiedenen Essensausgabeprojekten versorgt Talita bedürftige Kinder, Familien und ältere Menschen.

Im Saturday Feeding Program bekommen ca. 120 Kinder im Alter von 5-13 Jahren eine warme Mahlzeit, sowie eine altersgerechte pädagogische Betreuung. Die Kinder dürfen dort nicht nur spielen, sondern bekommen auch Nachhilfe und den christlichen Glauben praktisch nähergebracht.

Jeden Monat erhalten rund 150 Menschen im Rahmen des Sponsorship Programs eine Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Empfänger des Programs sind Alleinerziehende Mütter, bedürftige Familien, kranke und alte Menschen. Aktuell wird die Essensausgabe von der amerikanischen Organisation Ordinary Heroes finanziert.

Ziele:

  • Förderung von Kindern
  • Langfristiger Zugang zu Bildung
  • Förderung von bedürftigen Erwachsenen

Talita unterstützt im Rahmen verschiedener Förderprogramme Kinder und junge Erwachsene.

Im Rahmen der Private School Sponsorships dürfen aktuell 42 Schüler im Alter von 4-19 Jahren Zugang zu guter Bildung erhalten.

Die Organisation glaubt fest daran, dass Bildung ein wichtiger Baustein in der langfristigen Bekämpfung von Armut ist.

Durch das After School Program wurden rund 55 Schulkinder im Alter von ca. 6-10 Jahren vor bzw. nach der Schule betreut.

Montag bis Freitag gab es für die Kinder nicht nur eine Mahlzeit, sondern auch schulische Unterstützung.

Die monatlichen Kosten für dieses Projekt betrugen ca. 500€. Aufgrund fehlender Mittel musste das Program leider temporär ausgesetzt werden.

Beim Sponsorship Program erhalten 150 Menschen eine Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Zudem bietet das Program einen Zugang zu medizinischer Versorgung. Davon profitieren iInsbesondere ältere Menschen und HIV-erkrankte. Das Sponsorship Program wird aktuell von der amerikanischen Organisation Ordinary Heros finanziert.

Ziele:

  • Befähigung und Ausbildung
  • Finanzielle Starthilfe für Geschäftsgründung
  • Langfristige Betreuung

Im Rahmen des Empowerment Programs bekommen motivierte Menschen die Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftsgründung und
den Betrieb vermittelt.

Abgestimmt auf die jeweiligen Fähigkeiten und Interessen der geförderten Person, wird ein passendes Geschäftsmodell gewählt. Anschließend werden grundlegende Fähigkeiten wie z.B. Buchhaltung und Budgetierung vermittelt. Talita unterstützt die Geschäftsgründung zudem finanziell. Befähigte Personen werden langfristig durch die Organisation betreut. Sind die geförderten Geschäfte erfolgreich, zahlen die geförderten Personen einen Teil der Kosten zurück, sodass wiederrum andere interessierte gefördert werden.

Eine Empowerment-Maßnahme kostet pro Person umgerechnet ca. 170€.

Artikel in der Stephanus Zeitschrift

Spenden

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Projektverantwortliche & Ansprechpartner

Ansprechpartner

David Bechthold

d.bechthold@cdh-stephanus.org

+49 176 31541982